Das Urteil
Der Markt für Spachtelmasse zerfällt in zwei Lager, und beide haben einen Konstruktionsfehler. Pulver aus dem Sack ist fein, schwindet kaum und schleift sich weg, bis man die Stelle nicht mehr findet — aber es will angerührt werden und ist nach einer Dreiviertelstunde Abfall. Fertigmasse aus der Tube ist sofort einsatzbereit, bleibt aber elastisch: Beim Schleifen schmiert sie, statt abzutragen, und unter dem Anstrich zeichnet sich die Stelle ab.
Dieses Produkt sitzt dazwischen, und zwar auf der richtigen Seite. Fertig angerührt wie eine Tubenmasse, in der Verarbeitung aber Pulver: nicht gummiartig, sauber schleifbar, mit einer offenen Zeit, die im Test keine der beiden Bauarten erreicht hat. Man macht die Dose auf, spachtelt zwanzig Löcher in Ruhe, macht sie wieder zu — und die Masse ist beim nächsten Mal noch da.
Der Preis bleibt der ehrliche Einwand und kostet in dieser Tabelle auch Punkte: 12,90 € pro Kilogramm sind das Sechsfache dessen, was die Sackware kostet. Für zwanzig Dübellöcher ist das eine Handvoll Euro und die Sache wert. Für eine ganze Wand ist es die falsche Rechnung — und dort steht in dieser Tabelle etwas anderes vorn.